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luxor

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schmit

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Sommerkleid um 1954

Getragen in: Kusel/Westpfalz

Trägerin/
Träger: Renate Schmitt

Material: Kunstseiden-Lavable,
blauer, roter und beigefarbener Druck auf weißem Fond

Herstellung: Konfektion

Objektinfos: Das zeitgenössische Foto ist im Sommer 1954 bei einem
Ausflug an die Mosel in Bernkastel-Cues entstanden.
Renate Schmitt steht im Vordergrund rechts und trägt das
Kleid.
Das Paar auf der linken Seite (zweite und dritter von
Links) ist das spätere Brautpaar Decker Pos.016 a,b
von 1957, hier als Verlobte.

Zustand: sehr gut
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Endspurt

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xmas

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adenauer

den Gabentisch, geheimnisvoll erhellten. Ein tiefes Nachdenken überkam mich, dieErinnerung an vergangene Weihnachten. Ich sah mich wieder als Kind mit meinendrei Geschwistern im Elternhause. Wie hatte man sich wochenlang auf den Heili-gen Abend gefreut, gespart, Groschen um Groschen, um auch den Eltern etwasschenken zu können. Es war alles einfach, und der Gabentisch war bescheiden, es gab etwas Spekulatiusund Printen und, und das war das Schönste von allem – ich wusste nie vorher, obich es auch wirklich bekam –, ein Buch von Wörishöffer. Das war die Erfüllung mei-ner kühnsten Wünsche. Man gedachte des Christkinds, der Engel und Hirten, derherrlichen Weihnachtsgottesdienste. Man war so glücklich.Dann zogen die Weihnachten an meinem Auge vorüber, die ich meinen Kindern,als die noch klein waren, bereitet hatte. Die Briefe an das Christkind, die sie wochen-lang vorher geschrieben und auf die Fensterbank legten, damit das Christkind sieüber Nacht holte, enthielten allerlei Wünsche, kleine und große, dass es für die El-tern köstlich war, sie zu lesen. Ich dachte daran, wie ich meinen Kindern eine Krippe kaufte. Es ist lange her. Beieinem Althändler fand ich sie, verstaubt in einer Ecke stehend. Sie stammte aus derBarockzeit. Es waren viele Figuren und ein Stall, alles war von bäuerlicher Hand inder Rhön geschnitzt und einmalig, keine große Kunst. Sie war offenbar das Werkmancher Jahre; manche Hände hatten daran gearbeitet. Vielleicht hatte ein Hirt siegearbeitet, denn die Hirten auf dem Felde, der Engel, der ihnen erschien, um diefrohe Botschaft zu verkünden, die vielen Tiere waren am besten geraten. Da warenMaria und Josef, Joachim und Anna, die Heiligen Drei Könige; ja wie ich schon sagte,es waren keine Kunstwerke. Trotzdem sprachen sie schlicht und einfach und fromm-besinnlich zum Beschauer. Jahr um Jahr nun, schon manches Jahrzehnt hindurch, wird die Krippe Weih-nachten aufgebaut. Meine Kinder, denen sie so viel Freude machte, sind nun erwachsen und haben selbst Kinder. Auch sie erfreuten sich an der Krippe. Ichmöchte, dass es so weitergeht, Jahrzehnt um Jahrzehnt, Generation um Generation,dass diese Krippe noch lange Kindern erzählen möge von dem Wunder der Menschwerdung, dass sie erinnern möge an die Generationen, die sich schon an ihrerfreut haben, von deren leuchtenden Augen etwas Schimmer an ihr zu haftenscheint.Ein Weihnachtsfest vor allem kommt mir wieder in den Sinn. Es war ein Weih-nachtsfest in der nationalsozialistischen Zeit, als ich aus meiner Heimatstadt ver-
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94dokumentiertDiepolitischeMeinungtrieben und verjagt und von einem Jugendfreund, dem Abt des Klosters Maria Laach,aufgenommen war. Ich weiß nicht, ob das nicht das schönste meiner Weihnachts-feste war. Meine Frau und meine Kinder waren gekommen. Der Christbaum war klein, in einem Hotelzimmer aufgebaut. Es gab nur wenige Geschenke, aber wir, die wir getrennt waren, freuten uns des Zusammenseins, und der Gottes-dienst war so ergreifend schön. Er begann am Heiligen Abend, zehn Uhr, in derherrlichen Basilika. Er dauerte bis zwei Uhr nachts. Die alten Metten und Lesun-gen wurden gesungen und unsere schönen deutschen Weihnachtslieder. Die Kir-che war übervoll, und aus dem fernen Industriegebiet waren die Menschen ge-kommen. Alle waren hingegeben dem großen Geheimnis, das gefeiert wurde.Draußen lag Schnee. Es funkelten die Sterne. Eine große, wunderbare Stille lag aufBerg und See.Und nun Weihnachten 1951! Was ist alles über uns dahingegangen? Wie viel Not,wie viel Elend herrscht in der Welt, herrscht bei uns? Unsere Gedanken verweilenbei denen, die früher mit uns Weihnachten gefeiert haben, die hinübergegangensind in die Ewigkeit. Sie verweilen bei denen, die aus ihrer Heimat vertrieben sindund von denen noch so viele keine neue Heimat gefunden haben. Sie verweilen beidenen, die der Krieg zu Witwen und Waisen gemacht hat, bei all denen, die dieseTage einsam und verlassen verbringen. Wenn wir an all das denken, dann wollenwir dankbar sein, wenn wir immer noch das heilige Weihnachtsfest mit unseren Lie-ben in der Heimat begehen können. Wir wollen aber auch daran denken, dass es die reinste und schönste Freude ist,anderen eine Freude zu bereiten, nicht nur den Angehörigen der eigenen Familie.Die Zahl unserer Mitbrüder und Mitschwestern, die unserer Liebe und Teilnah-me harren, ist groß. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie nicht verlassen sind, dass wir mit ihnen fühlen, dass wir versuchen, ihnen zu helfen, soviel und so gut wir kön-nen.Wir wollen auch daran denken, dass wir nicht nur am Heiligen Abend, nicht nur amWeihnachtsfest unseren Mitmenschen Freude bereiten, dass vielmehr während desganzen Jahres unsere Sorge und Arbeit ihnen gelten muss. Auch während des Jah-res, wenn Weihnachten 1951 vergangen ist, wollen wir der Vertriebenen gedenken,auf dass sie eine neue Heimat finden, wollen wir der Arbeitslosen gedenken und se-hen, dass sie Arbeit und Brot bekommen, wollen wir der Verstümmelten und Ge-fangenen, der Alten und Verlassenen gedenken. Wir gedenken besonders unserer Brüder und Schwestern im Osten. Trotz allemKampf, trotz allem Hader sind wir ja doch eine Gemeinschaft. Das Geschick einesjeden von uns ist fest und unlösbar mit dem Geschick aller verbunden. Das wollenwir uns vor Augen halten. Noch auf ein anderes wollen wir uns besinnen: Feiern wir wirkliche Weihnacht?Ist es eine geweihte Nacht, die wir begehen, ein Fest, erfüllt von Weihe, von Stille, von Besinnlichkeit? Ist es wirklich ein Fest, an dem wir anderen eine Freu-
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dokumentiert95DiepolitischeMeinungde bereiten wollen, so wie uns einst Freude bereitet worden ist? Oder ist nichtWeihnachten dem Fluch unserer Zeit, der Rastlosigkeit, der Unruhe, der Äu-ßerlichkeit verfallen? Ich fürchte, es ist so! Dann wollen wir uns besinnen. Wir wollen daran denken, dass wir das Fest der Geburt des Heilandes begehen, desSohnes Gottes, der in die Welt kam, um den armen und gehetzten Menschen den Frieden zu bringen. Wir wollen versuchen, in diesen Tagen alte Quellen in uns neu zu erschließen, Quellen, die unter dem Gestrüppe des Alltages, unter dem Schutt der Kriegsereignisse, unter dem Triebsand des modernen Lebens, seinerHast und Hetze, seiner Äußerlichkeit und Genusssucht, seinem entsetzlichen Betrieb doch noch vorhanden sind. Wir müssen sie befreien von all dem Schutt und Gestein, das diese Jahre auf sie gehäuft haben. Sie werden dann wieder lebendig werden und uns wieder Leben spenden. Ich fürchte, es wird keinen Frieden, keine Ruhe, keine Freude für die Menschheitgeben, wenn wir nicht zurückfinden zu den ewigen, unvergänglichen Gütern, aufdenen allein das Glück der Menschen aufgerichtet werden kann. Schrankenlose,hemmungslose Ichsucht, Sucht nach Betrieb und Genuss bringen kein Glück. Ver-innerlichung, Besinnung auf sich selbst, Arbeit und Sorge für andere und für das Ge-meinsame, das ist, was uns Not tut und was uns glücklich macht. Der Krieg zerstörtealle menschlichen Werte, nur der Friede entwickelte sie.Weihnachten denkt man ganz von selbst an das kommende Jahr. Was wird das Jahr1952 uns, Europa, der Menschheit bringen? Werden wir endlich Frieden bekom-men? Das sind die Fragen, die am Feste des Friedens sicher jeden erfüllen. Man kannnicht prophezeien. Sicher kann man das nicht in Zeiten wie den unseren, in denendiese schreckliche Unruhe und Zwietracht die ganze Menschheit ergriffen hat. Aberdas kann ich doch sagen: Weihnachten 1950 war der Friede der Welt gefährdeter,viel gefährdeter als Weihnachten 1951. So dürfen wir mit Recht hoffen, dass die guteEntwicklung des Jahres 1951 weitergeht im Jahre 1952.Zwischen Weihnachten und Neujahr werden die Außenminister Deutschlands,Frankreichs, Italiens, Belgiens, Hollands und Luxemburgs für mehrere Tage in Paris zusammenkommen, um ein Werk des Friedens zum vorläufigen Abschluss zu bringen. Die europäische Verteidigungsgemeinschaft, die sie beraten werden, ist ein Werk des Friedens. Ihr Zustandekommen ist nach meiner Überzeugung die erste Voraussetzung für die Befriedung der Welt. Ich weiß, dass sie, diese Au-ßenminister, bei ihren Beratungen auch an die Friedensbotschaft des Weihnachts-festes denken werden, dass der Geist und der Sinn des Weihnachtsfestes sie bewe-gen wird.Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willenssind. Diese Botschaft der Engel bei der Geburt Christi sei uns ein Trost, eine Freude,eine Hoffnung.Konrad Adenauer, Nachdenken über die Werte, Weihnachtsansprachen, Buxheim/Allgäu o.J. (1976) –>

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die

Skandal um „Die Sünderin” (1951)

Der Film „Die Sünderin“ (Regie: Willi Forst) war ein großer Skandal in der Bundesrepublik Anfang der 1950er Jahren. Hildegard Knef spielt darin die Prostituierte Marina, die durch ihre Liebe zu dem unheilbar kranken Maler Alexander, gespielt von Gustav Fröhlich, „geläutert“ wird. Nach einer kurzen Phase des Glücks droht Alexander zu erblinden, Marina hilft ihm auf seinem Wunsch beim Freitod und folgt ihm in diesen. Die Kirche störte sich an dieser Freitodszene, an der „verklärenden Darstellung der wilden Ehe“ und der Prostitution Marinas. Es kam zu Boykottaufrufen, Protestumzügen und Morddrohungen an Hildegard Knef. Dennoch oder deswegen wurde der Film in den ersten drei Wochen von zwei Millionen Deutschen gesehen. Nach dem Abflauen der Proteste schwand das Interesse, und der Film wurde insgesamt betrachtet kein finanzieller Erfolg. Uraufführung hatte der Film am 18. Januar 1951 in Frankfurt a.M., hier ein Szenenfoto mit Hildegard Knef und Gustav Fröhlich. Quelle: Deutsche Kinemathek, Berlin. –>

Maßstab:

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Wer hätte gedacht, dass in manchem, vielfach als eher piefig empfundenen Wirtschaftswunder-Wohnzimmer, künftige Design-Ikonen neben Nierentisch und Tütenlampe um die geneigte Aufmerksamkeit buhlten?! Wie die Radio/Phono-Kombination SK 4 von Braun. Jenem Hersteller, der seit Mitte der 1950er Jahre mit erstaunlicher Konsequenz daran arbeitete, vorbildliche Produkte mit unverwechselbarem Design zu schaffen. Wegweisende Prinzipien der Braun-Produktgestaltung: Innovation, Brauchbarkeit, Ästhetik, Ehrlichkeit, Langlebigkeit, Konsequenz bis ins Detail, Umweltfreundlichkeit und Unaufdringlichkeit. Was Erwin Braun stets vorschwebte, waren Geräte, vergleichbar mit einem britischen Butler - bei Bedarf zu Diensten. Ansonsten vornehm im Hintergrund.
Besonders beeindruckend gelang dies seinen Designern mit dem SK 4, der später als Schneewittchensarg in die Analen der Designhistorie eingehen sollte. Dabei entschied man sich eigentlich nur für die transparente Haube aus Plexiglas, da die ursprünglich vorgesehene Blech-Abdeckung unschön klapperte. Wenig später wird Plexiglas zum Standard sämtlicher Plattenspieler-Deckel weltweit.

Exponat: Radio-Plattenspieler-Kombination Braun Phonosuper SK 4 von 1956, gestaltet von Hans Gugelot und Dieter Rams; Privatbesitz
Fotos: Rüdiger Müller –>

Bella

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Eine Reise in den Süden ist für andre schick und fein…

Die Reise über die Alpen, nach Italien, dem Traum- und Sehnsuchtsziel der Wirtschaftswunder-Generation, hatte damals noch einen Hauch von Exotik. Für Daheimgebliebene in etwa vergleichbar mit dem Aufbruch zu einer Polarexpedition - nur nicht so eisig. Dabei fühlte sich schnell wie daheim: Man spricht Deutsch. beruhigte mancher Gastwirt und Hotelier per Aushang seine alemannische Kundschaft.
Wessen Portemonnaie trotz Aufschwung noch zu schmal für ein Pensionszimmer war, packte Zelt, Luftmatratze und Spirituskocher ins Automobil. Denn was ein echter Italien-Pionier ist, der braucht keine weichen Daunen - der Campingplatz ist es, was er sucht. Ob mit dem Käfer oder Heinkel-Roller. Ob Gardasee oder Mittelmeer. Mit ein wenig Italienisch (Buon giorno, buena sera, quanto costa, das kannte man ja aus manch beliebtem Schlager der Zeit) schlug man sich schon durch. Hauptsache - Sonne!

Fotos: Reisekoffer und Reisenecessaire, Kleidungsstücke und Lesestoff, 1950er Jahre, Privatbesitz
Italien-Prospekte, 1950er Jahre, Landeshauptarchiv Koblenz
Heinkel Motorroller Tourist, Baujahr 1955, Privatbesitz
Alle Exponate waren zu sehen im Mittelrhein-Museum Koblenz.

Fotos: Rüdiger Müller

Hotel

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In Koblenz kennt es ein jeder: Das Berghotel Rittersturz mit seinen hohen Treppengiebeln und der herrlichen Aussichtsterrasse im ersten Stock. Dort ließ es sich, an einem strahlenden Sommertag, so wunderbar ausspannen. Bei einer Tasse Kaffee und der grandiosen Aussicht auf den Oberwerth und die andere Rheinseite. So war es - vor dem Krieg.
Der Rittersturz heute, seit langem verwaist. Die Zeit der Sonntagsausflüge wohl für immer vorüber. Nun aber erweckt Ministerpräsident Altmeier das Berghotel zu neuem Leben. Vom 6. bis zum 10. Juli 1948 steht es im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, wenn sich dort die elf westdeutschen Ministerpräsidenten zusammen finden, um über die Annahme des Grundgesetzes und die Bildung der Bundesrepublik Deutschland zu entscheiden.

An die Wiege der Republik und die dort abgehaltene Rittersturz-Konferenz erinnert heute nur noch eine 6 Meter hohe Basaltsäule - das Berghotel selbst wurde 1974 wegen akuter Felssturzgefahr abgerissen.

Ganz andere Erinnerungen verbindet Peter Albrecht aus Kadenbach mit dem Berghotel hoch über Koblenz: Hier lernte er am Rosenmontag des Jahres 1960 seine spätere Ehefrau kennen. Bei einem Modellbauwettbewerb stieß Peter Albrecht später auf ein Modell des Ortes jener ersten Begegnung. Es packte ihn und er kam nicht umhin, die in jeder Hinsicht historische Stätte en miniature zu erwerben.

Fotos: Modell des Berghotels Rittersturz, Koblenz
Maßstab 1:87, Maße: HBT 51/75/65 –>

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