Wie bei manch einem zur Kunst berufenenen schlummern auch bei Heijo Hangen, ach, zwei Seelen in der Brust. Die eine, von tiefer Leidenschaft getriebene, die sich um Meisterschaft und Entwicklung seiner Bilder bemüht: Erst hier in Koblenz, so Heijo Hangen nach Kriegsgefangenschaft und dem Studium in Mainz, bekam ich einen neuen Zugang. Ich blätterte in Kunstbüchern - da habe ich zum ersten Mal einen Mondrian gesehen! Und auf einmal bemerkt, dass ein Bild etwas anderes ist. Da war plötzlich die Frage: Wenn es kein Bild durchs Fenster mehr sein soll, was dann? Ich erkannte ein Bild sozusagen als Realitätszuwachs. Das war ein revolutionärer Schritt für mich, denn es war für mich bislang ja nur eine Realitätskopie gewesen. Da habe ich dann auch verstanden, dass ich nicht mehr das Objekt, dass ich sehe, als solches abbilden muss, sondern dass, was es bedeutet, was es tut! Seitdem habe ich mich von der Gegenständlichkeit gelöst.
Und die zweite seiner Seelen? Da ist das Werbliche Hangens Metier. Für das Koblenzer Amerika-Haus, andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen gestaltet er prägnante und unverwechselbare Werbebotschaften.
Fotos und Grafiken: Privatarchiv Heijo Hangen
(Foto ganz oben: Hangen in seinem Büro im Koblenzer Amerika-Haus)
Auszug aus einem Interview mit dem Maler Heijo Hangen aus: Man muss nur machen, was man machen will! In voller Länge in der Zeitung zur Landesausstellung.