Das Areal des ehemaligen Karmeliterklosters Allerheiligen. Am 6. November 1944 versinkt es, - wie die gesamte Koblenzer Altstadt - im Bombenhagel eines britischen Kampfverbandes. Allein der Turm der barocken Klosterkirche übersteht die schweren Luftangriffe. Ihre Trümmer weichen 1954 den Neubauten von Landeshauptarchiv und Bundesamt für Wehrtechnik.
Heijo Hangen, gebürtiger Kreuznacher, studiert 1947 bis 1950 an der Landeskunstschule Mainz und zieht danach als Stipendiat des Landes Rheinland-Pfalz in das Künstlerhaus Asterstein. In dieser Zeit entstehen auch Zeichnungen, die die kriegszerstörte Stadt zeigen - wie hier die Ruine der Karmeliterkirche. Naturalistisch, wie der junge Hangen sie sieht. Eine Besonderheit für einen Künstler, der sich wenig später voll und ganz der konkreten Kunst verschreibt. Und Bilder auf Basis mathematisch-theoretischer Überlegungen entwickelt.
Heijo Hangen: karmeliterkirche koblenz 1. fassung (Ausschnitte), Koblenz 1950, Privatbesitz Heijo Hangen, Koblenz
Foto: Heijo Hangen in seinem Atelier in der Koblenzer Quäkerbaracke (1950er Jahre), Foto: Privatbesitz Heijo Hangen, Koblenz