Wie emmer - wenn et heißt Alarm,
wenn’t diesmol och net brennt,
kimmt schnell zor Helf’ - bei reich on arm
ons ‘Wasserwehr’ gerennt.
Et es käi Spaß.
wenn ,t Wasser kimmt häi en ons Stadt
on läift zor Kastergass.
Drum ‘Nepomuk’, dau heil’jer Häär,
hall iwwer ons dein Hand
on hiet ons vur demm gruß Malär
dat et Wasser kimmt en’t Land.
Bitten und Beten in Ehren - bloß, wenn sich Vater Rhein und Mosel aus ihrem Bett bewegen, ist das nicht zu abzuwenden und fast schon Alltag am Deutschen Eck. Einerseits. Ein Drama ist es allemal. Auch im Aufbaujahrzehnt bleibt die Stadt infolge der alljährlichen Schneeschmelze vom Hochwasser nicht verschont. Ein Schauspiel, bei dem Mutter Natur die Regie übernimmt. Wann bitte geht das nächste Boot zum Hauptbahnhof?!
Text: Auszüge aus einem Gedicht von Fritz Zimmer anlässlich eines Verbands-
festes der Koblenzer Feuerwehr. Zitiert nach: Hannelore Kraeber: Schängels Zeitreise durchs 20. Jahrhundert, Koblenz 1999
Verkehrsverein und Koblenzer Hof versinken in den Fluten. (1950er Jahre)
Fotos von Heijo Hangen (Privatarchiv)