Alles beginnt 1932, einige Kilometer rheinabwärts: In Köln, unweit der 6 Tage- Radrennbahn, gründen Hans und Barbara Schauff eine Fabrik für Rennrahmen und Fahrradkomponenten. Gerade sattelfest in Entwicklung, Produktion und im Radsport erfolgreich, kommt der Krieg in die Quere. Nach dessen Ende wagt man den Neubeginn. Allerdings auf rheinland-pfälzischem Boden - seit 1945 ist die Firma Schauff in Remagen ansässig.
Hier tüftelt man weiter an genialen und richtungsweisenden Zweirädern, unzählige Patente und Gebrauchsmuster heftet sich Schauff seit den Fünfzigern mit Stolz ans Revers. Nach der Währungsreform wird tüchtig in die Pedale getreten. Motoren- ergänzt die Wadenkraft in den Wirtschaftswunderjahren: Mopeds und Motorräder sind gefragt und werden auch von Schauff gefertigt; 1950 die gefederte Gabel mit Zündapp-Motor und Riemenantrieb.
Fotos oben: Hans Schauff begrüßt 1950 den ersten Deutschen Meister, Alois Schmid, in seinem Remagener Werk.
Jetzt wird Gas gegeben: Mopeds sind in den 50ern der Trend - und Schauff verschläft ihn nicht.
Eine Visitenkarte - zwei Anschriften: Noch bis 1949 betreibt Schauff neben der Produktion in Remagen einen Fabrikverkauf in Köln.
Eine runde Sache: Schauff stellte dem Mittelrhein-Museum Koblenz ein Damen- und ein Herrenrad, beide sechzig Jahre alt, als Leihgabe für die Landesausstellung zur Verfügung.
Fotos: Schauff-Archiv und Rüdiger Müller (1)